Die sechs Unterstützungsmodule für die Arbeit der Seelsorgeteams

 
Die Unterstützungsmodule sollen die Arbeit der Seelsorgeteams in den Pfarreien bestmöglich und situativ passend fördern. Sie sollen bestehende Prozesse vor Ort voranbringen, Orientierung geben und neue Entwicklungsschritte anstoßen.
 
Wahl der Module
•  Das Kernteam hat die Situation des Seelsorgeteams im Blick. Es tritt mit dem Projektreferenten in Kontakt und wählt ein Modul aus. Der Projektreferent stellt den Kontakt zur/zum Fachreferentin/en her, spricht Termine und Ort ab.
•  Die Auftragsklärung geschieht zwischen Kernteam, Fachreferent/in und Projektreferent.
•  Nach Möglichkeit werden die Module im Tandem geleitet. Das bietet sich v.a. bei großen Seelsorgeteams an.
•  Anschließend an das Modul findet eine digitale Evaluation statt.
•  Die Wahl eines der drei Themen des Moduls 6 (TeamGEIST) erfolgt über direkten Kontakt zu den angegebenen Kontaktpersonen.
 
Zu beachten hierbei ist:
  • Die Beschäftigung mit den Themen des Moduls 2 Von der Funktion zur Rolle. Agiles Arbeiten mit Zielen und Rollen ist als verpflichtend zu berücksichtigen.
 
 
Bis zu den jeweiligen Stichtagen können Module für den genannten Zeitraum gewählt werden:
 
Stichtag
Zeitraum des Moduls
30. April 2026
bis Dezember 2026
31. Oktober 2026
Januar bis Juni 2027
30. April 2027
Juli bis Dezember 2027
31. Oktober 2027
Januar bis Juni 2028
30. April 2028
Juli bis Dezember 2028
 
 
  
Projektreferent und Ansprechperson
Fortbildungsreferent , Stellv. Ausbildungsleiter des Referats Pastoralreferent/innen
 
Erste Konturen des gemeinsamen Handelns wurden im Projekt entwickelt und in der Gründungsvereinbarung festgehalten. Sie sind die Leitplanken im Übergang. Mit der Entwicklung der Pfarreistrategie geht der Weg nun weiter: Welche Schwerpunkte entstehen auf der Basis unserer gemeinsamen Vision?
Wo starten wir neu, wo setzen wir Prioritäten und von welchen Themen, Aufgaben etc. verabschieden wir uns?
Wie gelingt es, Ehrenamtliche transparent in Entscheidungsprozesse einzubeziehen?
 
Modul 1 unterstützt Seelsorgeteams dabei, gemeinsam an einer Pfarreistrategie mitzuarbeiten. Diese bildet den Rahmen und die Ausrichtung für das Handeln vor Ort. Sie gibt Orientierung und ist gleichzeitig offen für die unterschiedlichen und sich immer wieder schnell verändernden Gegebenheiten.
 
Das Modul unterstützt dabei, das Verständnis zu schärfen, die eigene Rolle im Prozess zu klären, praxisnah Methoden zu erproben und Kompetenzen aufzubauen, mit denen wirkungsvolle und umsetzbare Strategien, Ziele und Maßnahmen entwickelt werden.
 
 
Veränderung ist kein Ausnahmezustand, sondern die Normalität. Dieses Modul nimmt die Frage in den Blick, wie das Seelsorgeteam agil und lernfähig werden und bleiben kann.
 
Modul 3 kann Teams unterstützen, die Chancen von Transformationsprozessen wahrzunehmen und zu nutzen. Die Teams erproben dialogisch, kooperativ und ko-kreativ zu arbeiten. Hier kann ein Fokus auf die Zusammenarbeit mit engagierten Ehrenamtlichen gelegt werden.
Ein Augenmerk des Moduls kann auch auf dem konkreten Kennenlernen und Ausprobieren von Methoden agilen Arbeitens liegen.
 
 
In diesem Modul reflektieren Seelsorgeteams, welche Kirchenbilder die Einzelnen und das Miteinander prägen und welche theologischen Leitideen das Arbeiten bestimmen.
In Auseinandersetzung mit aktuellen pastoraltheologischen Ansätzen werden Fragen nach Bedarfs- und Sozialraumorientierung ebenso aufgeworfen wie Haltungsfragen für eine Pastoral in und für die Welten von heute.
Eine mögliche gemeinsame pastoraltheologische Leitidee gibt Orientierung und hängt eng mit der Entwicklung einer Pfarreistrategie zusammen. Bei der Frage, wie eine solche Leitidee gemeinsam mit den Verantwortungstragenden im Pfarreirat, in Gemeindeteams und/oder Kompetenzteams erarbeitet werden kann und welche Konsequenzen sich daraus für pastorales Handeln vor Ort ergeben, kann das Modul unterstützen.
 
 
Von der Funktion zur Rolle. Agiles Arbeiten mit Zielen und Rollen
Die Pastoral braucht heute mehr als feste Aufgabenbeschreibungen – sie braucht Teams, die flexibel, eigenverantwortlich und kooperativ arbeiten.
 
Modul 2 kann Seelsorgeteams dabei unterstützen, Schritte hin zum gemeinsamen rollenbasierten Arbeiten zu gehen und exemplarisch zu erproben, wie Rollenaushandlungsprozesse laufen können. Grundlage hierfür sind die Ziele der Pfarreistrategie für Projekte und Aufgabenfelder in der Pastoral.
 
Das Modul kann das Bewusstsein für mehr Eigenverantwortung und Flexibilität im pastoralen Alltag fördern und so einen Kulturwandel mitgestalten und den Teamgeist bestärken.
 
Bitte beachten Sie:
Die Beschäftigung mit den Themen des Moduls 2 ist als verpflichtend zu berücksichtigen.
 
 
„Grau ist im Leben alle Theorie – aber entscheidend ist auf‘m Platz!“
(Alfred Preißler)
 Strukturen sind kein starres Korsett, sondern ein Spielfeld. Leitung heißt nicht Kontrolle, sondern Förderung und Ermöglichung – sie ist Teil des Ganzen und fördert Partizipation.
 In diesem Modul setzen sich die Seelsorgeteams mit dem Strukturmodell der Pfarrei auseinander, das als Orientierung und Sehhilfe für die Praxis vor Ort dient.
Das Modul fördert einen Blick auf Leitung als partizipatives Geschehen, das Ehrenamtliche, Gremien und Teams einbindet. Damit verbunden ist auch die Frage nach dem guten Umgang mit Verantwortung und Macht.